DataNetPort – Datensouveräne Vernetzung und Zusammenarbeit in hafenbezogenen Logistikketten.

Frankfurt, 26.01.2022

Das stetige Wachstum im Verkehrssektor führt dazu das die heutigen Verkehrsinfrastrukturen wie Terminals und Trassen hoch frequentiert und dementsprechend stark ausgelastet sind. Um die verfügbaren Verkehrsanlagen und Ressourcen effizient ausnutzen und optimieren zu können, ist ein umfassender und in Echtzeit vorliegender Informationsstand nötig. Die Voraussetzungen für einen solchen umfassenden und dynamischen Informationsstand sind die technische Möglichkeit und die Bereitschaft zwischen den Beteiligten die Daten der jeweiligen Logistikkette teilen zu können, um diese auf ein einheitliches Informationsniveau zu heben. Die technische Möglichkeit wird durch den direkten elektronischen Datenaustausch (EDI) und die Einbeziehung von Logistikplattformen gegeben. Für die Bereitschaft ist es erforderlich, jedem Partner die Souveränität über seine Daten zu belassen und ihm damit die Möglichkeit zu geben, über den Umfang und die Art der Nutzung seiner Daten zu bestimmen.

Eine geeignete Lösung für die Herstellung dieser Souveränität stellen die International Data Spaces (IDS) dar. Der IDS-Datenraum ermöglicht einen direkten und souveränen Austausch von Daten über standardisierte und zertifizierte Schnittstellen, bei denen die Teilnehmer die Kontrolle über ihre Daten behalten. Ziel ist die langfristige Nutzung und die Verbreitung des Standards, der im Zuge des Projektes GAIA-X auch auf europäischer Ebene zukünftig weiter an Bedeutung gewinnt.

Im Rahmen des Projektes „DataNetPort“ werden die IDS für den Einsatz in hafenbezogenen Logistikketten genutzt, um die Organisation und Zusammenarbeit der Partner in der Transportkette zu verbessern. Neben dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und thyssenkrupp Steel Europe ist Rail-Flow Partner des Projektes, in dem die IDS im Zusammenhang von Use Cases implementiert werden.

Im Projektfokus stehen für Rail-Flow die Übermittlung von Wagenbereitstellungszeiten und -orten, die Verlader und Häfen den Eisenbahnverkehrsunternehmen über die IDS mitteilen. Ziel ist es, diese Daten automatisch in ein Transportmanagementsystem zu übertragen. Auf diesem Wege kann die Verfügbarkeit aktueller Informationen sichergestellt werden, die für die Berechnung der Transportpläne genutzt werden. Umgekehrt haben Eisenbahnverkehrsunternehmen die Möglichkeit die voraussichtliche Ankunftszeit (ETA) mit Entladern und Häfen zu teilen. Mit Hilfe der IDS können zusätzliche Einflussinformationen wie Wetterdaten dazu genutzt werden, eine genauere Prognose stellen zu können und Ankunftszeiten zuverlässiger vorauszusagen.

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