Transporte einzelner Güterwagen und Wagengruppen sind das Rückgrat einer flächendeckenden Schienenlogistik. Sie geben Verladern mit kleineren Güterströmen einen wirtschaftlichen Zugang zur Schiene. Auch für Betreiber bietet dieses Segment echte Chancen, vorausgesetzt, Kapazitäten werden gut geplant und genutzt. Heute sind solche Transporte für Betreiber jedoch oft unwirtschaftlich: Jedes EVU steuert sein eigenes Netzwerk, während das Matching von Angebot und Nachfrage nach wie vor auf manueller Koordination per Telefon, E-Mail und Excel-Tabelle beruht. Die begrenzte Transparenz über verfügbare Zugkapazitäten führt zu Unterauslastung, Umwegen und Leerfahrten und damit zu vermeidbaren Kosten.
Der Rail Capacity Broker begegnet diesen Herausforderungen mit einer koordinierten Wagenladungsplanung über Unternehmensgrenzen hinweg. Betreiber veröffentlichen verfügbare Kapazitäten, inklusive Relationen, Fahrplänen, freier Länge und Tragfähigkeit sowie geltender Restriktionen. Verlader geben ihren Transportbedarf strukturiert ein. Der RCB-Algorithmus matcht Angebot und Nachfrage über mehrere Netzwerke hinweg und schafft so ein virtuelles Wagenladungsnetzwerk, das gemeinsame Verkehrskonzepte und koordinierte Angebote unterstützt. Machbarkeitsprüfungen berücksichtigen Vor- und Nachlauf sowie Übergabepunkte zwischen Partnern. Das reduziert Abstimmungsaufwand und beschleunigt Entscheidungen. Der persönliche Austausch bleibt erhalten: Kontaktdaten und Chat hängen an jeder Anfrage. Das Ergebnis: höhere Zugauslastung und neue Schienenlösungen für kleinere Güterströme.